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Als Autor, egal ob man ein Buch, einne Blogbeitrag oder einen journalistischen Artikel verfassen möchte, stößt man leider oft auf Hindernisse, die einem die Zeit und Ruhe nehmen, die man eigentlich zum Arbeiten braucht. Ich habe daher mal  „Zwölf ultimative Schreibtipps, um mehr Zeit zum Schreiben zu finden“ zusammengefasst, damit es alle geplagten in Zukunft etwas einfacher haben, in Muße ihre Texte zu verfassen.

 

Die Reihenfolge muß nicht beachtet werden. Viel Spaß beim ausprobieren.

  1. Werfen Sie das Smartphone aus dem Fenster. Wenn möglich von sehr weit oben.
  2. Trennen Sie sich von Ihrer Familie, ziehen sie nach Ostfriesland oder Niederbayern und ändern Sie Namen und alle Telefonnummern.
  3. Recherchieren Sie offline, z.B. in der Bibliothek. Meiden Sie Pinterest, Wikipedia oder ähnliches – sie versacken darin! Ein Buch kann man zuklappen und die Bibliothek schließt irgendwann. Außerdem kann man dort schreiben.
  4. Meiden Sie Haustiere. Katzen, Hunde, Vögel, Hamster, Ratten u.ä., sie alle wollen immer dann Aufmerksamkeit, wenn die Muse grade vorbeigekommen ist und es endlich fließt. Katzen legen sich dreist auf die Tastatur oder Hunde müssen unbedingt mitten im Kapitel nachts um zwei raus. Fische sind ok, es sei denn, Sie mögen es nicht, wenn man Sie beim Schreiben anstarrt.
  5. Trennen Sie sich von Freunden, die Beziehungsstress haben. Die heulen Ihnen meist unaufgefordert die Ohren voll, reden stundenlang, ziehen Sie runter und haben in ihrem Egoismus kein Verständnis dafür, dass der Gewinnertitel des nächsten Buchpreises endlich fertig werden muss. Tipp: Täuschen sie eine ansteckende Krankheit oder eine eigene Beziehungskriese vor. Meist wollen diese Art Leute keine Probleme von anderen hören – da ja nur ihre eigenen ungemein wichtig sind – Sie werden bald Ihre Ruhe haben.
  6. Reden Sie nicht über Ihr Buchprojekt. Je mehr sie anderen davon erzählen – wie toll es wird und die Ideen sind ja so zahlreich und originell – desto weniger werden Sie wirklich schreiben. Außerdem wecke Sie falsche Erwartungen, weil die Leute glauben, Sie würden den ganzen Mist wirklich schreiben, von dem Sie die ganze Zeit reden. Halten Sie die Klappe!
  7. Geben Sie nicht sofort das erste Kapitel des neuen Buches an Ihre Testleser. Die nörgeln meist nur rum, kommen mit lauter eigenen Ideen und ziehen Sie nur runter. Zeigen Sie ihr Werk nur im Ganzen. Umschreiben, neue Testleser suchen oder alles bei Mondschein auf einem Hünengrab verbrennen kann man immer noch. Also das Manuskript, nicht die Leser.
  8. Schreiben Sie woanders, am besten in einem Hotel oder mieten Sie einen Wohnwagen. Die Welt riecht es, wenn die Muse auf Besuch bei Ihnen war. Genau dann, wenn sie endlich anfangen wollen, kommen tausend Dinge dazwischen: Die Telekom will Leitungen neu verlegen, der Schornsteinfeger muss ausgerechnet jetzt den Kamin überprüfen, DHL will ständig Pakete der Nachbarn abgeben, die Tante die sich nie meldet will zu Besuch kommen, das Wasser wird abgestellt, der Nachbar hat eine neue Freundin die Nachts alles zusammenschreit und die Zeugen Jehovas, Salafisten, Bofrost und alle Vertreter der Gegend haben Sie als neues Lieblingsziel entdeckt. Suchen Sie das Weite! Oder wie Gandalf es so schön gesagt hat: Flieht, ihr Narren!
  9. Schreiben sie per Hand oder auf einem alten PC ohne LAN oder W-LAN. Internet verführt nur! Geben Sie einer Person Ihres Vertrauens den Router und sagen Sie ihr, sie soll die nächsten 14 Tage weit weit weg in den Wald ziehen, ohne Handy.
  10. Kinder: Siehe Punkt 2 oder schicken Sie ihr Junges mit einem One-Way-Ticket ohne Vorwarnung zu entfernten Verwandten. Das „kleine Missverständnis“ kann man nach drei Wochen immer noch aufklären.
  11. Stellen Sie ein Stehpult oder kleinen Tisch ins Bad, damit Sie dort schreiben können. Die besten Ideen hat man unter der Dusche, verschwenden Sie keine Zeit bis ins Arbeitszimmer zu laufen. Üben sie mit links die Zähne zu putzen (oder umgekehrt, wenn Sie Linkshänder sind), damit sie schreiben können. Wenn möglich, nutzen Sie eine elektrische Zahnbürste. Diese kann man mit Klett – oder Klebeband am Stehpult oder dem Spiegelschrank fixieren, dass man die Zähne putzt und dabei die Hände frei hat. Wer Oralverkehr praktiziert, weiß, wie es geht, nur, dass diesmal die Zähne dabei gesäubert werden.
  12. Zu guter Letzt: Lesen Sie keine Schreibtipps!

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