Blackbeards Geheimnis | Ein Wort zu viel - Der Story Blog

Blackbeards Geheimnis

Inhaltsverzeichnis

 

1) Kapitel 1: Goosebay

 

„What shall we do with the boy who’s dreaming,
What shall we do with the boy who’s dreaming,
What shall we do with the boy who’s dreaming, early in the: evening?“


Der Junge sass auf einem Felsen hoch über der Bucht, die sich vor ihm
ausbreitete wie ein offenes Fenster. Wann immer er Zeit fand, kam er hier her, um zu träumen: vom Meer und einem Leben auf den großen, Prachtvollen Schiffen, die er dann und wann am Horizont sah. Er hatte oft gehofft, von hier oben aus Piraten zu sehen, die stolzen Schaluppen und Brigantinen der Freibeuter, welche die Ozeane in Angst und Schrecken versetzten und sich Gefechte mit Franzosen und Spaniern lieferten. Er wünschte sich sehnlich, einmal die schwarze Flagge am Horizont zu entdecken, mit dem Symbol der Totenschädel oder den gekreuzten Säbeln. Träumereien, hatten seine Eltern gesagt, die vor einem Jahr gestorben waren. Aber was nutzte das Träumen von Kaperfahrten und Piraten; wer war er denn schon? Ein Junge mit nutzlosen Talenten.
Er konnte nicht fechten, aber lesen. Nicht mit einer Steinschlosspistole umgehen, aber schreiben. Mit einem wie ihm konnte so eine Freibeuterbesatzung sicher nichts anfangen. Er lebte jetzt bei seiner Tante, die ihn auf die Sonntagsschule schickte und humorlose Ansichten vom Leben hatte, die sich vor allem an den Glauben an Gott ausrichteten. Er seufzte, nahm seine Kappe und ging zurück ins Dorf.
Goosebay lag eingezwängt zwischen der Bucht und Wäldern und Mooren, an der Küste von Dorset. Eine einzige Straße schlängelte sich durch den Ort, die über viele Umwege nach Dorchester führte, und alle der gut hundert Häuser lagen links und rechts dieser Straße. Es waren alte Häuser und ein alter Ort. Wurde eines der niedrigen Steinhäuser zu baufällig, die Reparaturen zu aufwändig, riss man es ab und baute daneben mit alten Steinen einfach neu. Der Ort war daher voller Steine. Steine ragten aus Vorgärten, Mauerreste standen neben neuen Häusern, Reste von Kaminen und morschen Balken stachen hervor wie abgebrochene Zähne. Das Dorf war ruhig, die Straße leer. Die Fischer hatten ihren Fang bereits heimgebracht, die Boote lagen am Strand und warteten auf den nächsten Morgen, denn die Sonne berührte schon den Horizont. Es war kalt an diesem Herbsttag des Jahres 1768, der Sommer schien sich endgültig verabschiedet zu haben und der erste Hauch des kommenden Winters ließ David Portersham frösteln. Aus dem kleinen Wäldchen am Ende von Goosebay drangen erste sanfte Nebelschleier hervor und ließen die sandigen Wege zwischen den Bäumen verschwinden. Über dem gedrungenen Turm der ihrer kleinen Kirche kreisten einige Raben und zankten sich krächzend. Von der Rückseite der Kirche erklang unvermittelt ein metallisches Klirren und Hämmern, es vertrieb die Raben vom moosfleckigen Dach und machte David neugierig. Er entdeckte Elziver Black, den Sakristan, der einen Grabstein mit Hammer und Meißel bearbeitete. Bevor er Fischer wurde, hatte er als Steinmetz gearbeitet, daher kannte er sich mit solchen Arbeiten aus und schlug für alle Verstorbenen im Ort ihre Namen in die Steine. David sah ihn einige Minuten zu, bis sich Black umwandte.
„David, wenn du schon nichts zu tun hast, dann halte mir wenigstens die Laterne. Langsam wird es zu dunkel für diese Art von Arbeit.“
David mochte Black, er hatte ihm gezeigt, wie man Pflastersteine spaltete oder wie man ein Fischerboot nach einem Sturm reparierte, daher ging er zu ihm und hielt ihm die Laterne über den Stein. Jetzt im Licht erkannte er zum ersten Mal, was Black da meißelte: Den Umriss eines kleinen Segelschiffes, direkt über der Inschrift. Es war der Grabstein von John Cross. Dort stand:
Fünfzehn Jahre, gestorben durch eine Pistolenkugel, abgefeuert vom Schooner „Princes“, 21. Juni 1768. Nicht zu sehen unter dunklem Himmel, schneller als der Blitz und der Biss der Schlange, traf es sein Leben und mein Herz fiel hernieder. Großer Gott, König im Himmel, verzeihe diesen Tod, und ich werde vergeben.
David hatte John gekannt und musste schlucken. Den Text hatte sein Vater eingravieren lassen, obwohl Reverend Poole dagegen gewesen war. Sein Tod hatte den ganzen Ort erschüttert und seine Geschichte machte bald in der ganzen Gegend die Runde. Er war das einzige Kind von Ebenizer Cross, der das Wirtshaus „Do it or not“ am Anfang des Dorfes besaß, und an Bord einer Ketsch gewesen, die Schmuggelware von Frankreich an die Küste nach Weymouth bringen wollte. Doch ein Schooner der Küstenwache, mit Friedensrichter Muskers und zwanzig Seesoldaten, lauerte ihnen auf und brachte die Ketsch in Bedrängnis. Es gab ein kurzes Gefecht und die Schmuggler gaben schnell auf, da sie unterlegen waren, sie strichen die Segel, doch es soll Richter Muskers gewesen sein, der danach noch eine Pistole abfeuerte – und genau das Gesicht von John Cross traf. Die Schiffe waren nur eine Ruderlänge voneinander entfernt gewesen. Die beiden Schiffe wurde in der Bucht von Goosebay festgemacht und die Schmuggler dort an Land gebracht. In Eisen wurden sie von den Constablern über die Straße getrieben bis nach Dorchester. Man kannte die meisten dieser Männer, die Bewohner standen vor ihren Häusern und sahen zu, wie sie mit ihren Ketten umherhumpelten. Sie grüßten hier und da und die Frauen fingen an zu weinen, weil sie an die Ehefrauen dieser Gefangenen dachten. Doch die Leiche des jungen Cross ließ man am Strand liegen, wo sein Vater ihn fand und nach Hause trug. So endete Johns Abenteuer als Schmuggler in einem kalten Grab, und Davids Träume waren an diesem Tag erschüttert.
„Ja, das war eine harte Sache, auf so einen Jungen zu schießen,“ sagte Black und hämmerte mit leichtem Schlag die Segel des Schooners ein, der den Stein zieren sollte.
„Und ich habe gehört, drei der Besatzung wurden vom Gericht zum Tode verurteilt.“ Er trat einen Schritt zurück und begutachtete sein Werk, während David die Lampe näher an den Grabstein hielt.
„Ich kann mich noch gut erinnern,“ fuhr Black fort, „vor gut dreißig Jahren gab es einen Zusammenstoß zwischen der Excelsior und der Black March, und vier der Schmuggler wurden damals gehängt. Das ganze Dorf war in Dorchester, um es zu sehen.“ Er trat zum Stein, tat einige wohlgezielte Schläge und trat wieder zurück. „Nun denn, morgen werde ich die Linien noch mit schwarzer Farbe ausmalen, damit es hübscher aussieht. Und ein bisschen Rot nehme ich auch, für die Flagge. Also mein Junge, da du mir geleuchtet hast mit der Laterne, komm mit ins „Do it or not“. Ich möchte einige Worte mit Ebenizer wechseln, der jetzt sicher eine freundliche Unterhaltung gebrauchen kann und wir können mit einem Gläschen holländischem Gin den kalten Herbst vertreiben.“
David dachte an seine Tante, was sie sagen würde, wenn er sich im Gasthaus zwischen all den Fischern und Trunkenbolden herumtreiben würde. Und die Aussicht, dem grimmigen Mr. Cross zu begegnen, stimmte ihn auch nicht froh. Seit dem Tod seines Sohnes wurde er jeden Tag finsterer und trübsinniger, so hieß es. Doch es kam einer Ehre gleich, von Black eingeladen zu werden und er konnte nicht nein sagen, ohne ihn zu beleidigen. So gingen sie zu zweit an das Ende des Dorfes, zum „Do it or not“.


2) Kapitel 2: Im Gasthaus

 

Das Lokal trug nicht wirklich diesen Namen, es hieß eigentlich Mahoonys Inn. Denn den Mahoonys hatte es einst gehört, so wie der ganze Ort ihnen einst gehört hatte. Doch das Glück der Familie hatte nachgelassen, ihr Fall ließ auch Goosebay stürzen. Die Ruinen ihres Anwesens standen in den Hügeln jenseits des Dorfes. Doch jedes Haus, von der Kirche bis zum Wirtshaus, trug noch ihr Wappen. Ein früherer Besitzer hatte es einmal Scherzhaft „Do it or not“ genannt, zu einem Lord auf der Durchreise, der sich nicht entscheiden konnte, dort ein Bier zu trinken, seitdem benutzten alle, die ihn kannten, nur diesen Namen.
Nicht nur einen Winter hatte David vor den Fenstern des Wirtshauses gestanden und den Seeleuten und Fischern gelauscht, wie sie ihre Lieder sangen, vom Meer, von Piraten oder grausamen Kapitänen, von Seeungeheuern oder schönen Frauen. Und es war ein gutes Lokal, denn Ebenizer Cross duldete es nicht, wenn sich Männer besinnungslos betranken – er trank selber nur in Maßen. Man sah ihn dagegen oft mit Black an einem Tisch sitzen und Backgammon spielen. Es war der gleiche Tisch, auf welchem er seinen Sohn ablegte, als er ihn vom Strand geborgen hatte, um das Blut aus seinem Gesicht und Haar zu waschen. An jenem Abend blieb das Wirtshaus geschlossen, zum ersten Mal seit Jahren.
Und genau in dieses Haus führte Black nun David, dessen Herz ihm bis zum Halse schlug.
Die beiden betraten einen dunklen Raum, nur durch ein Treibholzfeuer in der Mitte und einigen Öllampen in kleinen Wandnischen erhellt. Der Boden war leicht mit Sand und Binsen ausgestreut, damit verschüttetes Bier die Dielen nicht rutschig machte und Schmutz einfach rausgekehrt werden konnte. An jeder Seite des Raumes standen Tische und an jedem drei oder vier hölzerne Stühle. Die Hälfte von ihnen war besetzt mit den Fischern aus Goosebay, Knechten, dem Schafhirten, dem Schmied und dem Schlachter. In der Nähe des Kamins, damit man ihn im Feuer gut sehen konnte, stand Mr. Patsey, ein Invalide, der als Seesoldat im Siebenjährigen Krieg auf einem Linienschiff der Royal Navy gedient hatte. Bei einem Gefecht mit einer französischen Schaluppe verlor er seinen linken Arm, aber solange er mit dem rechten noch einen Humpen heben konnte, war er zufrieden. Er hatte die beste Singstimme im Ort und oft hörte man ihn die beliebten Weisen singen, die ganz Goosebay kannte, denn seine Stimme war laut und trug weit. Aber heute trug er, mit einem Bein auf einem kleinen Rumfass stehend, nicht The Banks of Claudy oder Bonny Bunch of Roses vor, sondern stimmte mit seinem klaren Tenor das Lied an, welches aus dieser Gegend stammte und dass jedes Kind kannte. Das Lied von Rotbar, dem Roten:

Seid gewarnt vor Rotbar dem Roten
So genannt ob seinen flammenden Bartes
ein Pirat und verflucht, so warnen die Boten

Er segelt vor Buchten und wehrlosen Stränden
So manch Dorf ist leer, das Kloster verlassen,
die Bewohner, sie flohen, mit leeren Händen

Gebt acht vor seiner kehlenschneidenden Gier
Schwarz seine Flagge weht am mächtigen Mast,
alle die sie sehen, eilen mit Schrecken vom Pier

Doch heute gibt’s da einen, voll des Mutes,
schwarz gewandet und von weit her,
steht dräuend am Ufer und plant nichts Gutes

Gesehen ward er im Mond draußen am Strand,
der Fischer ihn anrief, doch entsetzt er wich,
als der Fremde sich zeigte, sein Antlitz verbrannt.

So sprach der Fremde das drohende Wort,
strafen er werde Rotbar, den Plündrer des Klosters,
denn zu Asche wurde alle Brüder im brennenden Ort.

Alsbald stieg der Fahle, der Bruder der Schlächter,
der Mond schien dem Schiff des heimlichen Roten,
doch diesmal nicht ungesehen vom einsamen Wächter.

Das Boot von Rotbar strebte ans Ufer,
Eingeschworene des Teufels ruderten ans Land,
doch kaum im Sand, hörten sie den Rufer.

Verflucht sei Rotbar, das Gefolge mißraten,
den Gottes Strafe sendet dir das Gericht,
um ein Ende zu finden, die teuflischen Taten

Ein Schreck durchfuhr der Eingeschwornen Glieder,
doch Rotbar er lachte als Teufels Bruder,
doch die Strafe der Sünden kam mit Gewalt hernieder

Ein Brausen und Tosen kam aus den Himmel hervor,
die Wellen sich türmten Haushoch in der Nacht,
so das Schiff des Roten den Anker verlor

Taumelnd wurde es Opfer von Klippen und See,
Regen der peitschte und heulender Sturm,
die Ruderer des Rotbar schrien ach und oweeeh

Doch Rotbar des Schlächter, in des Teufels Bann,
schrie in die Nacht:
Ich bin der, dem der Himmel nichts kann!

So nahm ab sein Gewand der einsame Mann,
am Ufer loderte sein Fleisch in Flammen,
so wie der Abt einst vom Kloster Moirdunn

Rotbar sah ihren glühenden Schein,
Angst packte sein Herz, furcht sein Gebein,
ihn zu holen schien der Teufel gekommen zu sein.

Er schrie und schlug auf seinen Mannen ein,
sie packten die Ruder und pullten zurück in die See,
doch vergebens schien all ihre Mühe zu sein

Wind trieb sie weg und Wasser füllte das Boot,
sie ruderten und ruderten und kam nicht fort,
sie alle fühlten den nahenden Tod

Warum nur oh Teufel, tust du mir das an,
rief Rotbar verzweifelt in die tosende Nacht,
war ich nicht immer getreuer Untertan?

Doch da kam ein Flüstern an des Piraten Ohr,
als der Abt am Ufer sein Feuer verlor,
und ein Dutzend Kehlen klagte verzweifelt im Chor

Übertrieben hast du´s, so die Stimme erklang,
selbst mein Pakt ist über und über erfüllt,
so kommt die Strafe, der ich nicht widerreden kann

Fasziniert hatte David der Geschichte zugehört, von den Männern an den Tischen durch rhythmisches Klopfen mit ihren Humpen, Pfeifen oder mit Fäusten auf den Tischen begleitet. Auch Elziver war stehen geblieben, damit David sich in Ruhe umsehen konnte. An seinem Backgammon-Tisch vor der Theke aus Nadelholz saß Ebenizer Cross, sog an einer langen Tonpfeife und starrte ins Feuer. Elziver zog David am Ärmel und gemeinsam näherten sie sich dem Tisch, während Mr. Patsey die letzten Strophen des Liedes anstimmte:

Denn der Herr ist über allem, selbst ich bin sein Diener,
und vergangen hast du dich über allen Maßen,
so wirst du verbleiben, für immer und wieder

Und es verschwand das Boot mit Mann und Maus,
die Wasser es schluckten und spülten es fort,
so ward der Toten Rache des Piraten graus

Vom Abt, in Feuer lodernd an des leeren Strandes,
nie gesehen und gekannt aus ferne Moirdunn,
man fand vom Erlösten nur Spuren des Gewandes

Die Strafe Gottes und des Teufels behagen,
lässt Rotbar und seine Männer niemals ruhn,
bei jedem Vollmond man hört nun ihr Klagen

Sie rudern vom Strand weg aufs offene Meer,
doch niemals erreichen Geister sichere Planken,
da Ruhe und Hoffnung sie finden nimmermehr

Und so sieht man sie ewiglich rudern, vernimmt ihr flehen
sein gewarnt vor ihrem Schicksal,
sich niemals an Gottes Geschenk, dem Leben, zu vergehen.

Cross war ein Mann um die fünfzig, mit einem angegrauten Haarschopf und einem Gesicht voller harter tiefer Linien, aber nicht unfreundlich. Buschige Augenbrauen beschatteten seine tiefliegenden, blauen Augen, uns seine Statur war groß und kräftig. Seine Mutter war Holländerin, sein Vater aus den Lowlands in Schottland, von daher stammten seine Größe und Kraft, sowie seine Sturheit, so erzählte man über ihn. Als er bemerkte, das sich jemand seinem Tisch näherte, drehte er sich um und blickte auf, und David glaubte, dass sich sein Gesicht bei seinem Anblick verfinsterte. Das Lied war zu Ende und Patsey ging unter Beifallsbekundungen zu seinem Tisch, wo ein frisches Bier auf ihn wartete. Nur noch das Knistern des Feuers, das durch das Salz im Holz gelegentlich blau leuchtete, Lachen und die gemurmelten Gespräche der Gäste füllten den Raum, als Cross Elziver ansprach: „Was macht dieser Junge hier?“
„Er möchte dasselbe wie ich, einen Schluck vom Holländer-Gin,“ antwortete dieser unbeeindruckt.
„Jungen in seinen Alter sollten Milch trinken.“
„David ist kein kleines Kind mehr, es ist im selben Alter wie John es gewesen ist. Er hat mir geholfen, als ich am Grabstein gearbeitet habe. Bald ist er fertig und er wird die beste Arbeit von Elziver Black bekommen und kann in Frieden ruhn.“
Ebinzer Cross wurde etwas milder, als er Black von seinem Sohn sprechen hörte, so schien es David jedenfalls, und er antwortete: „Ay, John ruht in Frieden, aber der, der für seinen Tod verantwortlich ist, möge niemals Ruhe finden, wenn die Zeit für ihn gekommen ist. Und das kann schneller passieren, als man denkt.“
Er hatte ganz ruhig gesprochen, dabei abwesend auf den Tisch geschaut. David wusste, dass er Mr. Maskew meinte, den Friedensrichter. Black zog zwei Stühle heran, drückte David auf den einen, setzte sich auf den anderen und sagte: „Es war eine der übelsten Taten, da gibt es keinen Zweifel. Doch bringt es nichts, hier zu sitzen und darüber zu grübeln. Schon gar nicht, wie du es rächen kannst. Überlasse es der Vorsehung: denn die Rache ist mein, ich will vergelten, so sprach der Herr.“ Dann zog er seinen Hut aus und hing in an einen Nagel in der Wand.
Cross antwortete nicht, doch er holte von einem Regal drei Gläser und eine schmale, kleine Flasche. Er füllte seins und Blacks Glas auf, das von David aber nur zur Hälfte. Black hob sein Glas, schnüffelte aber zuerst daran und schmatze.
„Das ist die Milch für Männer, süß und stark, und wärmt das Herz. Und jetzt hohl das Backgammonspiel hervor, Ebenizer, und lass uns beginnen.“
David nippte nur an seinem Glas, er war solche Getränke nicht gewohnt und spürte nur, wie es in seiner Kehle brannte. Keiner der Männer sprach noch ein Wort, Cross hatte das Spielbrett aufgebaut und nichts war mehr zu hören außer dem Klappern der Würfel, dem schaben der Spielsteine und dem Gemurmel der anderen Gäste, dass unverständlich wie die Brandung an ihre Insel des Schweigens schwappte.


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